Nordex: Durchwachsene Quartalszahlen, aber positiver Ausblick
Die Aktien des Windkraftanlagen-Herstellers Nordex konnten nach der Veröffentlichung ihrer Quartalszahlen vorübergehend ihre Verluste vom Vortag ausgleichen. Im Verlauf des Handels am Freitag kletterten die Papiere um bis zu 3,4 Prozent auf 16,30 Euro, was den höchsten Stand seit Ende März markierte.
Am späten Vormittag entschieden sich Investoren jedoch für Gewinnmitnahmen, sodass die Aktien letztlich leicht ins Minus drehten, während der MDax der mittelgroßen Werte moderat zulegen konnte. Nordex lieferte gemischte Quartalsergebnisse: Zwar konnte die Profitabilität im ersten Quartal gesteigert werden, doch begrenzten niedrigere Installationszahlen und Auftragsverschiebungen durch Kunden den Umsatz negativ.
Die Auftragslage bleibt jedoch stark, die Prognose unverändert positiv. Experten zeigen sich angesichts dieser Entwicklungen optimistisch. Constantin Hesse von Jefferies lobte die verbesserte Profitabilität und den unerwartet gestiegenen Barmittelzufluss. Ebenso hob er den Rekordauftragsbestand hervor.
Guido Hoymann vom Bankhaus Metzler erhöhte das Kursziel der Nordex-Aktien von 16,40 auf 19 Euro und bekräftigte seine Kaufempfehlung. Vor allem der deutsche Markt bietet durch bestehende Projektgenehmigungen langfristig große Umsatzpotenziale. Positiv wirkt sich zudem aus, dass der mögliche Plan der neuen Bundesregierung, bestehend aus Union und SPD, zur Reaktivierung von Kernkraftwerken endgültig verworfen wurde.
Stattdessen rücken Windenergieanlagen zunehmend in den Fokus, was zukünftig eine bedeutendere Rolle spielt. Technisch betrachtet, befinden sich die Nordex-Aktien aufgrund ihrer starken Performance seit Jahresbeginn in einer günstigen Position. Die Aktien notieren sowohl kurz- als auch langfristig über ihren wesentlichen Durchschnittslinien, vor allem die langfristige 200-Tage-Linie bleibt noch außer Reichweite.

