Nordea: Operative Einbußen trotz Börsenerfolg
Die skandinavische Großbank Nordea musste im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund gesunkener Zinserträge einen Rückgang ihres operativen Ergebnisses hinnehmen. Im Vergleich zu 2024 fiel dieses um vier Prozent auf 6,32 Milliarden Euro, wie die im EuroStoxx 50 gelistete Bank in Helsinki bekannt gab. Der Gewinn aus dem zinssensiblen Kerngeschäft, dem Leihen und Verleihen von Geld, sank um sechs Prozent auf 7,2 Milliarden Euro. Während der Rückgang durch Zuwächse in anderen Bereichen, wie etwa im Provisionsergebnis, nicht auszugleichen war, verzeichnete Nordea insgesamt einen Ertragsrückgang um drei Prozent auf 11,7 Milliarden Euro.
Diese Entwicklung entsprach den Erwartungen der Experten, jedoch reagierte der Aktienmarkt mit einem leichten Rückgang. So verlor die Aktie am Vormittag etwa eineinhalb Prozent und notierte bei 16,50 Euro, nachdem sie erst kürzlich mit 17,04 Euro ein neues Allzeithoch erreicht hatte.
Trotz beeindruckender Wertsteigerungen von über 42 Prozent in den letzten zwölf Monaten hinkt die Nordea-Aktie dem branchenweiten Stoxx 600 Banks Index hinterher, der seit Ende Januar 2025 um fast 60 Prozent gestiegen ist. Nordea, aus einer Fusion dänischer, finnischer und schwedischer Banken hervorgegangen, zählt weiterhin zu den führenden Finanzinstituten Nordeuropas.

