Neunmonatige Sanierung der Bahnstrecke Hamburg-Berlin: Ein Infrastrukturprojekt in großem Stil
Mit der umfassenden Sanierung der Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin wird derzeit ein bedeutendes Infrastrukturprojekt in Angriff genommen. Neun Monate lang bietet die Deutsche Bahn auf dieser wichtigen Verbindung einen stabilen Ersatzverkehr mit Bussen an, um die Mobilität der Reisenden sicherzustellen. Dabei sorgen 170 Busse auf 28 Linien für die notwendige Beförderung. Die Beteiligung von eigenen Mitarbeitern zusammen mit dem Dienstleister Ecovista garantiert, dass Feedback aus der Praxis umgehend aufgenommen und Abläufe angepasst werden können.
Auch der Fernverkehr zeigt sich davon wenig erschüttert. ICE- und IC-Züge werden umgeleitet und fahren mit einer verlängerten Fahrzeit von etwa 45 Minuten über Stendal und Uelzen. Doch trotz dieser Umwege rollen die Züge planmäßig. Indessen laufen entlang der gesperrten Trasse die Bauarbeiten auf Hochtouren. Mit schwerem Gerät wird die alte Infrastruktur abgetragen und neue Materialien werden an Ort und Stelle gebracht.
Diese Sanierung ist Teil eines größeren Programms, welches überlastete und veraltete Streckenabschnitte in Deutschland sukzessive modernisieren soll. Bis 2036 plant die Deutsche Bahn, mehr als 40 Korridor-Sanierungen durchzuführen, um dem Streckennetz neuen Glanz und Effizienz zu verleihen. Für die Pendler aus Brandenburg heißt das aktuell jedoch längere Reisezeiten. Insbesondere die Verbindung von Wittenberge nach Berlin verlängert sich auf dreieinhalb Stunden, da der Regionalverkehr nur bis Wustermark fährt und von dort Ersatzbusse den Transport übernehmen.

