Neues Kapitel für IFA: Neapco übernimmt Automobilzulieferer
Der renommierte Automobilzulieferer IFA aus Haldensleben, Sachsen-Anhalt, schlägt ein neues Kapitel auf, indem er Teil des weltweit operierenden US-Konzerns Neapco wird. Mit der Fusion entsteht ein bedeutender Anbieter für Antriebssysteme, der nach eigenen Angaben über 5.000 Mitarbeiter beschäftigt und einen Umsatz von rund zwei Milliarden US-Dollar erzielt.
IFA war zuvor ein Teil der Münchner Industriegruppe Aequita, bei der es seit Mitte 2022 angesiedelt war. Das Unternehmen sieht in der Eingliederung in den Neapco-Konzern große Chancen für eine nachhaltige und erfolgreiche Zukunft in einem stark umkämpften Marktumfeld, so der IFA-Geschäftsführer Jan Maser.
IFA zählt mit etwa 2.200 Mitarbeitern weltweit, verteilt auf Standorte in Deutschland, den USA, China und Polen, zu den bedeutendsten Akteuren in der Automobilzulieferindustrie, spezialisiert auf Antriebswellen und Gelenke. Neapco, mit Hauptsitz in den USA, entwickelt eine breite Palette von Produkten für den Antriebsstrang, die in verschiedenen Fahrzeugen und industriellen Anwendungen genutzt werden.
Die Insolvenz bei Neapco Europe in Düren, eingeleitet im September, bleibt ein Thema, das auf der kommenden Betriebsversammlung erörtert werden soll. Der Betriebsratsvorsitzende Henning Raguschke sieht in der Übernahme positive Perspektiven für einen möglichen Aufschwung bei IFA, auch wenn die wirtschaftlichen Herausforderungen bei Neapco in Düren eine gewisse Unsicherheit darstellen. Weitere Details zu den Auswirkungen der Übernahme werden Mitte der Woche mit der Belegschaft diskutiert.

