Neues Jahr, neue Regelungen: Was sich 2026 für Bürgerinnen und Bürger ändert
Zum Auftakt des neuen Jahres gibt es zahlreiche Veränderungen, die das Leben der Bürgerinnen und Bürger prägen werden. Ob Arbeit, Mobilität oder Finanzen – die wichtigsten Neuerungen sind vielseitig und teils weitreichend.
Zunächst steigt der Mindestlohn auf 13,90 Euro pro Stunde, was besonders Erwerbstätige und Auszubildende erfreuen dürfte. Die Mindestvergütung für Auszubildende wird ebenfalls erhöht und erreicht im ersten Lehrjahr 724 Euro monatlich. Auch die Minijob-Grenze passt sich an, so dass Minijobber künftig bis zu 603 Euro pro Monat verdienen können.
Pendler, die das Deutschlandticket nutzen, müssen sich auf eine Preissteigerung einstellen: Ab Januar kostet das Ticket 63 Euro. Gleichzeitig wird der steuerliche Grundfreibetrag auf 12.348 Euro erhöht, der Kinderfreibetrag auf 9.756 Euro. Die Renten sollen voraussichtlich ab Juli um 3,7 Prozent steigen, allerdings bleibt dies noch abzuwarten.
Weiter im Finanzsektor: Die Pendlerpauschale wird auf 38 Cent ab dem ersten Kilometer festgeschrieben. Eine Besonderheit 2026 ist die Wiedereinführung der Wehrerfassung für 18-Jährige als Teil des neuen Wehrdienstgesetzes, wobei Männer zur Antwort verpflichtet sind, Frauen freiwillig teilnehmen dürfen.
Ein weiteres Highlight: Jeweils Erstklässlerinnen und Erstklässler erhalten einen Anspruch auf Ganztagsbetreuung ab dem Schuljahr 2026/2027. Auch das Bürgersprache verändert sich und heißt nun Grundsicherung, begleitet von strengeren Handhabungen bei Nichterscheinen zu Terminen.
Gastronomen können sich freuen: Die Mehrwertsteuer auf Speisen wird weiterhin bei 7 Prozent liegen. Für Rentner gibt es Anreize zur Aktivrente mit einem steuerfreien Zuverdienst von bis zu 2.000 Euro monatlich. Zudem werden für Gutverdiener höhere Sozialabgaben fällig.
Hilfreich für Ehrenamtliche: Die Übungsleiter- und Ehrenamtspauschalen steigen. Außerdem tritt ein Lachgas-Verbot für Minderjährige in Kraft, und Zusatzbeiträge der Krankenkassen erhöhen sich bei 20 Kassen.
Für Versicherte ändert sich durch Regionalklassenanpassungen eventuell der Beitrag zur Kfz-Haftpflicht. Zudem wird der Schufa-Score online zugänglich. Bulgarien führt den Euro ein und bei Honiggläsern sollen künftig alle Herkunftsländer transparent angegeben sein.
Eine erfreuliche Nachricht ist der Wegfall der Gasspeicherumlage, während der Aktions-Tag des Ehrenamts am 23. Mai ins Programm aufgenommen wird. In rechtlichen Angelegenheiten endet die Umtauschfrist für Führerscheine aus den Jahren 1999 bis 2001.

