Neues EU-KI-Gesetz: Transparenzpflichten für KI-Anbieter treten in Kraft
Seit dem heutigen Tag stehen Anbieter von KI-Modellen wie ChatGPT und Gemini vor neuen Herausforderungen, denn die EU-Regeln für allgemeine KI-Systeme treten in Kraft. Diese Gesetzgebung zielt darauf ab, ambivalente KI-Anwendungen sicherer und transparenter zu gestalten.
Künftig sind Betreiber verpflichtet, offen darzulegen, mit welchen Daten ihre Systeme trainiert wurden und welche Sicherheitsvorkehrungen für leistungsstarke Modelle existieren. Diese Regelungen basieren auf dem im Mai 2024 verabschiedeten EU-KI-Gesetz. Ein zentrales Anliegen ist der Schutz des Urheberrechts, indem Entwickler angeben müssen, welche Quellen für ihre Trainingsdaten genutzt wurden.
In der Kulturszene stößt die Gesetzgebung jedoch auf Kritik. Autoren, Künstler und Verleger bemängeln, dass das geistige Eigentum weiterhin nicht ausreichend geschützt sei. Der Verzicht auf die detaillierte Offenlegung von Datensätzen und Quellen wird als Nachteil angesehen. Dennoch bietet das Gesetz privaten Klägern die Möglichkeit, rechtlich gegen Anbieter vorzugehen.
Die Durchsetzung dieser Regelungen liegt künftig in den Händen des Europäischen Amts für Künstliche Intelligenz, das allerdings erst in einigen Jahren seine Kontrollaufgaben aufnehmen wird. Verstöße gegen das Gesetz werden dann mit empfindlichen Strafen belegt, die bis zu 15 Millionen Euro oder drei Prozent des weltweiten Umsatzes eines Unternehmens betragen können.

