Neuer Transport von Atommüll erreicht Bayern
Der Transport von sieben Castor-Behältern mit hoch radioaktivem Müll hat Bayern erreicht. Der schienengebundene Transport aus dem niedersächsischen Nordenham wird in Niederaichbach bei Landshut zur Zwischenlagerung erwartet, wie die Gesellschaft für Nuklear-Service (GNS) bestätigt.
Hier sollen die Überreste von Brennelementen aus deutschen Kernkraftwerken, die in England aufgearbeitet wurden, sicher gelagert werden. Der Zug hatte seine Fahrt am späten Mittwochabend aufgenommen, begleitet von einem umfangreichen Polizeiaufgebot, um die Sicherheit entlang der Transportstrecke zu gewährleisten.
Angaben zur genauen Route und dem zeitlichen Ablauf des Transports bleiben aus Sicherheitsgründen unter Verschluss. Der Transport trifft auf Kritik von Atomkraft-Gegnern, die entlang der Strecke in mehreren Städten Protestkundgebungen und Mahnwachen geplant haben.
Die Rückführung des Atommülls erfolgt im Rahmen völkerrechtlicher Verpflichtungen der Bundesrepublik Deutschland, die weitere sieben Castor-Behälter aus der Aufarbeitungsanlage Sellafield zurücknehmen muss, welche für die Zwischenlagerung in Brokdorf, Schleswig-Holstein, vorgesehen sind.

