Neuer Schub für KI-Profiteure: Oracle und Siemens Energy im Fokus
Die expansive Wachstumsstrategie von Oracle in der Cloud-Technologie entfesselt weiterhin einen starken Antrieb für KI-bezogene Unternehmen. Oracle-Aktien erlebten einen beispiellosen Anstieg um rund 40 Prozent und erreichten ein Rekordhoch nahe der 340 US-Dollar-Marke, was den Unternehmenswert auf beeindruckende 950 Milliarden Dollar klettern lässt. Währenddessen konnten die Aktien von SAP kurzfristig zulegen, und auch Siemens Energy profitierte von der Aussicht, durch den steigenden Energiebedarf für KI-basierte Rechenzentren einen Vorteil zu ziehen.
Siemens Energy sieht sich in einer aussichtsreichen Position als Anbieter energietechnischer Lösungen, die für die Rechenzentren der KI erforderlich sind. Ähnliche Aufwärtstendenzen zeigen auch Bau- und Industriedienstleister wie Hochtief und Bilfinger sowie Infineon. Insbesondere Infineon hebt sich hervor, da seine Halbleiterprodukte eine entscheidende Rolle bei der energieeffizienten Versorgung dieser Zentren spielen. Während Hochtief einen beeindruckenden Kursanstieg um gute 4 Prozent verzeichnete, musste Infineon gegen Handelsschluss nachgeben.
Die Investoren zeigten sich besonders angetan von den noch nicht realisierten Umsätzen von Oracle, die zentrale Unternehmenskennzahlen in den Schatten stellten, wie Jefferies-Analyst Brent Thill feststellte. Oracle erweist sich zunehmend als Vorreiter unter den großen Technologieunternehmen, was durch einen exorbitanten Anstieg der RPO-Zahlen im letzten Geschäftsquartal betont wird. Der Vertrag zwischen Oracle und OpenAI über den Ausbau von Rechenkapazitäten in den USA unterstreicht dieses Wachstum.
Mark Murphy von JPMorgan wies auf den florierenden Auftragsbestand von Oracle hin, der jüngst durch einen bedeutenden Großauftrag von OpenAI befeuert wurde. Die generelle Erwartung eines beschleunigten Ausbaus der globalen KI-Infrastruktur, über Lösungen wie ChatGPT hinaus, belebt die Marktstimmung weiter. Neben Oracle verbucht auch Nvidia, ein weiterer KI-Profiteur, ein markantes Plus von rund vier Prozent, inmitten dieser optimistischen Entwicklung.
In der jüngsten Vergangenheit beflügelte die KI-Dynamik Unternehmen wie Siemens Energy, deren Aktien bereits auf einer rekordverdächtigen Erfolgswelle schwimmen. Analysten von Banken wie der Deutschen Bank prognostizieren, dass der mehrjährige Investitionszyklus in Energietechnik, ausgelöst durch den Rechenzentrumsboom, weiter an Fahrt gewinnen wird. Auch Hochtief und Bilfinger reiten auf der Welle der KI-Erwartungen und verzeichnen starke Kursbewegungen.

