Neue Initiative zur Stabilisierung des Libanons: Katar und Saudi-Arabien bieten wirtschaftliche Unterstützung an
Angesichts der angespannten Lage im Libanon, insbesondere hinsichtlich der Entwaffnung der Hisbollah, haben Katar und Saudi-Arabien ihre Unterstützung für die wirtschaftliche Stabilisierung des Landes zugesagt. Der US-Sondergesandte Tom Barrack erklärte nach Gesprächen mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun in Beirut, dass finanzielle Mittel zur Förderung der lokalen Wirtschaft unverzichtbar seien. Katar und Saudi-Arabien haben sich dabei als bereitwillige Partner positioniert, um den wirtschaftlichen Druck in der Region zu mildern.
Besonders im Südlibanon, wo die Entwaffnung der Hisbollah erhebliche soziale und wirtschaftliche Auswirkungen haben könnte, sind Maßnahmen zur Sicherung der Lebensgrundlage dringend erforderlich. Barrack unterstrich die Schwierigkeit der Entwaffnung, insbesondere da rund 40.000 Kämpfer finanziell vom Iran unterstützt werden. Eine einfache Abrüstung sei nicht praktikabel, stattdessen bedarf es eines umfassenden wirtschaftlichen Konzeptes, um Alternativen zu schaffen.
Die Zusammenarbeit zwischen den Golfstaaten, den USA und dem Libanon zielt darauf ab, eine neue wirtschaftliche Plattform zu etablieren, die sich von der bisherigen Abhängigkeit vom Iran löst. Dieses Ziel wird durch den kürzlich von der libanesischen Regierung akzeptierten US-Plan unterstützt, der eine endgültige Entwaffnung der Hisbollah bis Jahresende vorsieht. Die Armee des Libanon erarbeitet aktuell einen detaillierten Plan zur Umsetzbarkeit dieser Herausforderung, während die Miliz auf die Beendigung israelischer Militäraktionen als Vorbedingung besteht.

