Neue Gebühr für Kreuzfahrttouristen: Griechenland setzt auf nachhaltigen Inselbesuch
Griechenland, das beliebte Urlaubsziel im Mittelmeer, führt ab dem 1. Juli eine neue Gebührenstruktur für Kreuzfahrttouristen ein. Diese Preisanpassung trifft insbesondere die Inselbewohner und ihre Besucher auf Mykonos und Santorini am stärksten:
Für einen Besuch auf diesen Inseln müssen Passagiere bis zum 30. September künftig 20 Euro extra entrichten. Andere Inseln und Häfen verlangen hingegen eine Gebühr von 5 Euro pro Person, so das griechische Tourismusministerium.
Während der Nebensaison und in den Wintermonaten werden die Gebühren auf ein Minimum reduziert, um den Tourismus auch außerhalb der Hauptsaison zu fördern. Das Ministerium versichert, dass die Maßnahme nicht dazu gedacht ist, Touristen abzuschrecken.
Vielmehr sehe man weiterhin einen starken Besucheransturm auf die beliebten Urlaubsziele. Die Einnahmen sollen gezielt in die Förderung eines nachhaltigen Tourismus investiert werden.
Geplant sind Investitionen in die Modernisierung von Häfen und die Verbesserung der örtlichen Infrastruktur, um künftig Engpässe und Wartezeiten zu minimieren. Zudem soll der Einsatz kleinerer Kreuzfahrtschiffe angestrebt werden, um sowohl die Infrastruktur als auch die Natur der kleinen Inseln zu entlasten.
Nach ersten Berechnungen könnten die neuen Gebühren bis zu 50 Millionen Euro einbringen. Diese zusätzlichen Mittel sollen genutzt werden, um die Koordination der Kreuzfahrtbesuche zu optimieren und die zeitgleichen Ankünfte mehrerer großer Schiffe zu verhindern.

