Neue Führung bei Moelis & Co. setzt auf Wandel der Unternehmenskultur
Navid Mahmoodzadegan, der designierte CEO von Moelis & Co., äußerte sich jüngst zu den Herausforderungen innerhalb der Investmentbanken-Branche. Insbesondere kritisierte er die oft vorherrschende "Hazing-Mentalität", die viele Führungskräfte gegenüber ihren Junior-Bankern einnehmen. Solch ein Ansatz sei aus seiner Sicht überholt, erklärte Mahmoodzadegan im Gespräch mit Bloomberg.
Mahmoodzadegan, der selbst mit Ken Moelis 2007 das renommierte Investmentunternehmen gegründet hat, wird ab Oktober die Rolle des CEOs übernehmen. Während Ken Moelis zur Position des Executive Chair wechselt, bleibt der Wandel das Ziel: "Wir müssen einige der überflüssigen Elemente im Arbeitsalltag der jungen Banker eliminieren", betonte er und verwies auf die Erfahrungen seiner Tochter, die ebenfalls in der Branche tätig ist.
Gleichwohl unterstrich der künftige CEO die Wichtigkeit von Fleiß und Engagement. Die Analogie zum Leistungssportler zieht sich wie ein roter Faden durch seine Aussagen: Erfolg käme nur durch harte Arbeit. Die Branche ist bekannt für lange Arbeitszeiten und hohe Anforderungen, was auch die tragische Nachricht vom Tod eines Bankmitarbeiters der Bank of America unterstreicht, der nach einer extremen Arbeitsbelastung zusammenbrach.
In einem weiteren Schritt zur Veränderung hatte Moelis & Co. kürzlich das Ende von Hybridarbeitsmodellen angekündigt. Ab Mai sollen die Beschäftigten wieder vollständig im Büro tätig sein. Für die etwa 1.300 Mitarbeiter bedeutet dies eine Rückkehr zu einer fünftägigen Präsenzpflicht.
Trotz der Herausforderungen sieht Mahmoodzadegan Positives: Den jungen Bankern bei Moelis & Co. stehen mittlerweile acht festgeschriebene freie Wochenenden im Jahr zu, ein Fortschritt, der Teil der Bemühungen ist, ein besseres Arbeitsklima zu schaffen. Dennoch räumt er ein: "Der Weg ist noch nicht ganz vollendet."
Zusätzliche Statements wurden von Moelis & Co. nicht abgegeben.

