Neuausrichtung oder ungewöhnlicher Rückzug: USA und ihre Rolle in der Nato
Die Entscheidung der US-Regierung, Außenminister Marco Rubio nicht zu einem geplanten Nato-Treffen nach Brüssel zu entsenden, wirft Fragen auf. Ein Sprecher des Außenministeriums verteidigte die Abwesenheit mit dem Hinweis, es sei unrealistisch, Rubios Teilnahme an jedem Treffen zu erwarten. Schließlich habe er in der Vergangenheit bereits an vielen Nato-Meetings teilgenommen. Stattdessen wird der stellvertretende US-Außenminister Christopher Landau die USA bei dem Treffen vertreten, bei dem unter anderem die Unterstützung der Ukraine im Mittelpunkt steht.
Rubio selbst soll zeitgleich wichtige Gespräche im Weißen Haus führen. Die Entscheidung wurde von Oana Lungescu, langjährige frühere Nato-Sprecherin, als unüblich bezeichnet. Sie betonte, dass in der aktuellen geopolitischen Lage ein starkes Signal der Einheit innerhalb der Nato wünschenswert wäre.
Ein möglicher Grund für die Abwesenheit könnte in einem neuen Friedensplan der Trump-Regierung liegen. Details des Plans sehen vor, dass die Nato keine neuen Mitglieder aufnehmen soll und die USA eher als Vermittler denn als fester Bestandteil der Organisation agieren.
Diese Pläne stießen in Europa auf Kritik. Länder wie Deutschland, Frankreich und Italien äußerten Bedenken und sorgten damit für Anpassungen, die eine separate Behandlung von Nato-Fragen versprechen.

