Netflix-Mitgründer Reed Hastings unterstützt Trumps Visa-Reform
Reed Hastings, Mitgründer von Netflix, hat sich öffentlich hinter Donald Trumps neuen Vorschlag gestellt, eine Gebühr von 100.000 Dollar für H-1B-Visa zu erheben. Hastings, der Netflix 25 Jahre lang als CEO leitete, erklärte auf der Plattform X, dass diese Maßnahme eine langjährige Problematik im US-amerikanischen Einwanderungssystem beheben könnte. Er ist der Ansicht, dass die H-1B-Visa somit ausschließlich für besonders wertvolle Arbeitsplätze genutzt werden würden, was das Lotteriesystem überflüssig mache und Unternehmen mehr Planungssicherheit gebe. Jährlich gibt es bei den H-1B-Visa über 400.000 Bewerbungen auf nur 85.000 freie Plätze, was einen unsicheren Lotterieprozess nach sich zieht. Diese Unsicherheit endet nun möglicherweise mit der von Trump am Freitag unterzeichneten neuen Richtlinie, die am Sonntag in Kraft trat.
Gleichwohl klärte das Weiße Haus am Samstag, dass die Gebühr nur für neue Anträge gilt und keine bestehenden Visa oder deren Verlängerungen betrifft. Dennoch war das Wochenende von Verwirrung geprägt, da ursprünglich unklare Aussagen von Handelsminister Howard Lutnick Panik unter den Betroffenen auslösten. Unternehmen wie Amazon, Microsoft, Google, Tesla und Goldman Sachs rieten ihren Mitarbeitern, in den USA zu bleiben oder rechtzeitig vor dem Inkrafttreten zurückzukehren.
Für große Technologieunternehmen stellt die Gebühr zwar keine große Belastung dar, doch kleinere Firmen und Start-ups könnten hiervon empfindlich getroffen werden. Branchenexperten befürchten, dass manche Unternehmen Arbeitsplätze ins Ausland verlagern könnten, um die Kosten zu sparen. Zudem stehen bereits rechtliche Schritte gegen die neue Regelung im Raum, da die Verordnung bislang wenig Klarheit über die Zahlung und mögliche Ausnahmen bietet.

