Netanjahu trotzt internationaler Kritik und beharrt auf Kriegszielen in Gaza
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu zeigt sich unerschütterlich in seinen Kriegszielen in Gaza, trotz der jüngsten alarmierenden Hungersnot-Erklärungen durch internationale Experten. Netanjahu wies die Einschätzung der renommierten IPC-Initiative, die weltweit als maßgebliche Stelle für Ernährungssicherheit gilt, zurück und erklärte, dass die von der Hamas "inszenierte Hungerkampagne" nicht davon abhalten werde, die Befreiung der Geiseln sowie die Beseitigung der Hamas weiterzuverfolgen.
Im Vorfeld hatte Netanjahu bereits die militärischen Pläne für die Einnahme der Stadt Gaza im nördlichen Gazastreifen genehmigt. Das israelische Militär bereitet sich derweil darauf vor, schätzungsweise eine Million Bewohner aus der Region in provisorische Zeltlager im Süden zu verlegen.
Die IPC-Initiative führt an, dass insbesondere das Leben von 132.000 Kindern unter fünf Jahren durch Unterernährung gefährdet sei. Besonders besorgniserregend sei die Zahl der 41.000 Kinder, die als extrem bedrohte Fälle gelten—eine Verdopplung im Vergleich zu den Zahlen von Mai. Die Region Gaza, die im Mittelpunkt dieser schwerwiegenden humanitären Krise steht, treibt nicht nur die internationale Besorgnis, sondern auch politische und militärische Aktivitäten auf einen neuen Höhepunkt.

