Netanjahu lehnt palästinensischen Staat ab - USA setzen Angriffe im Jemen fort
Die Diskussion um einen palästinensischen Staat nach dem Ende des Gaza-Krieges spitzt sich weiter zu. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat klar gemacht, dass er eine Zweistaatenlösung ablehnt, obwohl dies von den USA gefordert wird. Netanjahu betonte, dass er als Ministerpräsident auch in der Lage sein müsse, "nein" zu sagen, selbst zu den besten Freunden Israels. Dieser reflektierte Umgang mit internationalen Verpflichtungen ist ein Zeichen von Souveränität.
Gleichzeitig griffen die USA zum fünften Mal innerhalb einer Woche Stellungen der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz im Jemen an. Die US-Regierung rechtfertigt diese Militärschläge als Selbstverteidigung, da die Huthi weiterhin Angriffe auf den internationalen Schiffsverkehr im Roten Meer durchführen. Die Pentagon-Sprecherin Sabrina Singh stellte deutlich klar, dass die USA keinen Krieg anstreben, sondern lediglich ihre Interessen und die ihrer Partner verteidigen.
Eine nachhaltige Lösung für die Region erfordert die Vision eines palästinensischen Staates, wie US-Außenminister Antony Blinken betonte. Er warnte, dass Israel ohne diese Lösung keine echte Sicherheit erreichen könne. Allerdings lehnt Netanjahu diese Vision ab und argumentiert, dass Israel aus Gebieten, aus denen es sich zurückgezogen hat, bisher nur Terror erfahren hat. Daher will er die Sicherheitskontrolle über das gesamte Westjordanland und den Gazastreifen behalten.
Parallel zu diesen Entwicklungen kam es erneut zu Raketenbeschuss aus Syrien auf die Golanhöhen. Israelische Militärangaben zufolge wurden drei Raketen abgefeuert, wobei einige auf offenem Gelände und auf einer Landstraße einschlugen. Zudem gab es erneute Schusswechsel an der Grenze zwischen dem Libanon und Israel. Israels Militär teilte mit, dass Raketen auf israelische Orte und Gemeinden abgefeuert wurden, woraufhin Kampfflugzeuge der Armee Terrorinfrastruktur und Posten der Hisbollah-Miliz im Südlibanon angriffen.
Die Eskalation der Gewalt in der Region beunruhigt die internationale Gemeinschaft zunehmend. Es wird befürchtet, dass der Gaza-Krieg sich auf die gesamte Region ausweiten könnte. Israels Staatspräsident Izchak Herzog warnte vor einer Gefährdung der globalen Stabilität durch den Iran und die von ihm unterstützten Milizen. (eulerpool-AFX)

