Nestlé auf Erfolgskurs: Wachstum beschleunigt, aber schwierige Entscheidungen stehen bevor
Nestlé hat im dritten Quartal ein stark beschleunigtes Wachstum verzeichnet und bleibt damit auf gutem Wege, die gesetzten Jahresziele zu erfüllen. Trotz dieser positiven Entwicklung kündigt der neue CEO des Konzerns, Philipp Navratil, ein umfassendes Sparprogramm an, das den Abbau von 16.000 Stellen über zwei Jahre umfasst. In den ersten neun Monaten des Jahres 2025 erreichte Nestlé einen Umsatz von rund 65,87 Milliarden Franken, was einem organischen Wachstum von 3,3 Prozent entspricht – mehr als von Analysten vorhergesagt.
Im dritten Quartal stieg das organische Wachstum auf 4,3 Prozent, eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorquartal. Grund hierfür sind Preiserhöhungen von 2,8 Prozent und ein wieder positives Mengenwachstum von 1,5 Prozent nach einem Rückgang im Vorquartal. Die Unternehmensführung ist optimistisch, die Jahresziele zu erreichen, und rechnet mit einem organischen Umsatzwachstum deutlich über dem Vorjahr sowie einer operativen Marge von mindestens 16 Prozent.
Neben den erfreulichen Quartalszahlen skizzierte Navratil seine strategischen Prioritäten, wobei der Schwerpunkt auf dem Mengenwachstum liegt. Gleichzeitig intensiviert der Konzern seine Bemühungen, Kosten zu senken, und plant, jährlich 1,0 Milliarde Franken durch den Abbau von Bürostellen einzusparen. Zusätzlich sollen 4000 Arbeitsplätze in Produktion und Lieferkette durch Effizienzsteigerungen entfallen.
Navratil, der den Chefposten vor kurzem unter turbulenten Umständen übernahm, sieht die Notwendigkeit, dass sich Nestlé an die sich verändernde Welt anpasst und schwierig, jedoch notwendige Entscheidungen trifft. Mit einem erhöhten Sparziel von 3,0 Milliarden Franken bis Ende 2027 sollen die Kosten weiter gesenkt werden. Die Erwartungen an Navratil und den neuen Verwaltungsratspräsidenten Pablo Isla sind hoch, das Wachstum zu revitalisieren und die Richtung des Unternehmens zu korrigieren.

