Nato-Übung 'Quadriga 2025': Bundeswehr betont Bedeutung der Abschreckung
Der Generalinspekteur der Bundeswehr, Carsten Breuer, hat die Bedeutung von Abschreckung im Rahmen der aktuellen Nato-Übung 'Quadriga 2025' im Ostseeraum hervorgehoben. Laut Breuer ist Abschreckung der Schlüssel zum Frieden, da die Bedrohung durch Russland unverändert ist und Pläne, die über die Ukraine hinausgehen, befürchtet werden.
Im Rahmen der Übung sind rund 8.000 deutsche Soldatinnen und Soldaten gemeinsam mit Streitkräften von 13 weiteren Nato-Partnern im Einsatz. Geprobt wird insbesondere die Verlegung von Truppen und Materialien an die Nato-Ostflanke nach Litauen über verschiedene Verkehrswege. Breuer betonte die essenzielle Rolle Deutschlands als logistische Drehscheibe der Nato, was eine intensive Übungstätigkeit der Bundeswehr erforderlich macht.
Gleichzeitig wird in Russland die Großübung 'Sapad' vorbereitet, die in Belarus nahe der Nato-Grenze stattfindet und mit 13.000 Soldaten in Belarus und weiteren 30.000 in Russland eine erhebliche militärische Aktivität darstellt. Dabei überschneiden sich einige Phasen der Übungen Sapad und Quadriga zeitlich.
Breuer unterstrich, dass die Nato-Übungen rein defensiv sind und beruhigte, dass keine Angriffsvorbereitungen unter dem Deckmantel der Sapad-Übung zu erwarten seien. Dennoch bleibt die Situation unter intensiver Beobachtung.

