NATO-Gipfel in Den Haag: Einigkeit über Verteidigungsausgaben
Beim Auftakt des NATO-Gipfels unterstrich Bundeskanzler Friedrich Merz, wie wichtig es sei, die Verteidigungsausgaben in Europa aus eigener Initiative zu erhöhen. Diese Entscheidung erfolge nicht, um Druck von Dritten, insbesondere den USA unter Präsident Donald Trump, nachzugeben. Trump hatte bereits im Vorfeld ein ambitioniertes Ausgabenziel von fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts für die NATO-Partner vorgegeben.
In Den Haag zeichnete sich trotz anfänglicher Skepsis einiger Mitgliedstaaten wie Spanien, der Slowakei und Belgien eine klare Zustimmung zu diesem Ziel ab. Merz betonte die "große Übereinstimmung" unter den 32 NATO-Mitgliedern und äußerte sich optimistisch über die historische Bedeutung des Treffens.
Die Dringlichkeit einer erhöhten Verteidigungsbereitschaft sei angesichts der aktuellen geopolitischen Spannungen unabdingbar. Russland, so Merz, stelle nicht nur eine Bedrohung für die Ukraine dar, sondern auch für den Frieden und die politische Stabilität des gesamten europäischen Kontinents.

