Nato betont atomare Abschreckung gegen russische Bedrohung
Die Nato unternimmt verstärkte Anstrengungen, um die Bedeutung ihrer nuklearen Fähigkeiten als Abschreckungsmittel besonders gegen Russland hervorzuheben. In einem Interview mit der 'Welt am Sonntag' betonte Nato-Generalsekretär Mark Rutte die Relevanz der nuklearen Abschreckung zur allgemeinen Sicherheit. Er mahnte, die Gesellschaften sollten umfassend über diese Thematik informiert werden, um einer möglichen Panik entgegenzuwirken, wenn Russland seine nukleare Rhetorik verschärft.
Angesichts des andauernden Krieges in der Ukraine, der von Russland vor mehr als dreieinhalb Jahren entfacht wurde, hat der Kreml wiederholt das nukleare Potenzial Russlands ins Spiel gebracht. Diese Drohgebärden dienen offenbar dazu, den Westen von einer intensivierten Unterstützung der Ukraine abzuschrecken. Russland führte kürzlich parallel zu einer Nato-Übung ein groß angelegtes Manöver seiner Nuklearstreitkräfte durch.
Rutte unterstrich die ultimative Sicherheitsgarantie, die die nukleare Abschreckung der Nato bietet. Es sei entscheidend, dass diese stets glaubwürdig und einsatzfähig bleibe. Zudem müsse Kremlchef Putin verstehen, dass ein Atomkrieg niemals gewonnen oder geführt werden dürfe. Die kürzlich abgehaltene Nato-Übung habe gezeigt, dass die Abschreckung der Allianz funktionsfähig und effektiv sei. Sie sende ein unmissverständliches Signal, dass die Nato fähig ist, alle Bündnispartner vor sämtlichen Bedrohungen zu schützen.
USA, Frankreich und Großbritannien zählen zu den 32 Nato-Mitgliedstaaten, die eigene Atomwaffen besitzen. Russland führt zwar die Liste der größten Nuklearnationen mit über 5.500 Sprengköpfen an, doch auch die USA verfügen mit 5.044 Atomwaffen über ein beachtliches Arsenal.

