Nachfragerückgang bei Klimaanlagen: Verbraucher setzen zunehmend auf Alternativen
Das Interesse an der Anschaffung von Klimaanlagen zeigt derzeit einen rückläufigen Trend. Laut einer aktuellen Erhebung durch das Heidelberger Verbraucherportal Verivox planen gegenwärtig nur noch etwa 14 Prozent der Befragten den Kauf einer solchen Anlage. Interessanterweise lag dieses Interesse im Vorjahr bei ungefähr 20 Prozent, wie die exklusive Umfrage, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, zeigt.
Die Umfrage wurde an den ersten drei heißen Tagen im Juli unter über 1.000 Deutschen zwischen 18 und 69 Jahren online durchgeführt. Trotz der hohen Temperaturen geben die meisten Deutschen an, weiterhin ohne Klimaanlagen auszukommen. Derzeitig nutzen etwa 17,9 Prozent ein solches Gerät zu Hause, wobei fast zwei Drittel von ihnen mobil nutzbare Monoblock-Klimageräte verwenden. Diese sind zwar günstiger in der Anschaffung, jedoch nicht so effizient wie fest verbaute Anlagen.
Im Vorjahr berichteten noch 20,5 Prozent der Umfrageteilnehmer, eine Klimaanlage zu Hause zu besitzen. Der Meinungsforschungsdienst Innofact stuft diese Schwankung jedoch als nicht signifikant ein. Damit bleibt unklar, ob es sich tatsächlich um eine veränderte Nachfrage handelt.
Verivox vermutet, dass das sinkende Kaufinteresse mit den gegenwärtig hohen Stromkosten und der verstärkten Nutzung von Wärmepumpen zusammenhängen könnte, die ebenfalls zur Kühlung eingesetzt werden. Der Fachverband Gebäude-Klima aus Ludwigsburg bestätigt zudem, dass Wärmepumpen durchaus eine Kühlfunktion bieten, allerdings erfordern Luft-Wasser-Wärmepumpen zur Nutzung dieser Funktion besondere Heizkörper.

