Nach dem Ende des Gaza-Kriegs: Iranischer Außenminister erwartet weniger Angriffe in der Region
Der iranische Außenminister Hussein Amirabdollahian äußerte sich am Mittwoch auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos zum Ende des Gaza-Kriegs und erklärte, dass mit diesem auch die Angriffe und Spannungen in der Region ein Ende finden würden. Er betonte dabei insbesondere den Südlibanon, von wo aus die Hisbollah kürzlich verstärkt Ziele in Israel angriff, sowie das Rote Meer, in dem die jemenitische Huthi-Miliz in den letzten Wochen mehrfach Handelsschiffe attackierte.
Israel wurde vom Minister beschuldigt, eine unverhältnismäßige militärische Reaktion auf den Großangriff der islamistischen Hamas am 7. Oktober gezeigt zu haben. Er bezeichnete die Hamas, die von den USA, der EU und Israel als Terrorgruppe eingestuft wird, hingegen als Freiheitsbewegung und betonte, dass die Lösung des Konflikts nicht in militärischen Maßnahmen liege, sondern darin bestehe, die Rechte der Palästinenser zu gewährleisten. Amirabdollahian warnte auch vor einer Eskalation des Konflikts und appellierte an Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu, die Hamas nicht durch Krieg zerstören zu wollen.
Es ist anzumerken, dass der Iran nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel im Oktober 2023 den Angriff gelobt und eine direkte Beteiligung Teherans abgestritten hatte. Die Hamas, Hisbollah und Huthi-Miliz gehören zur sogenannten 'Achse des Widerstands', einer Gruppierung unterstützt vom Iran, die gegen Israel kämpft. Israel wird seit der Islamischen Revolution von 1979 neben den USA als Erzfeind des Irans angesehen. (eulerpool-AFX)

