Müller trotzt Herausforderungen mit Rekordumsatz
Die Drogeriemarktkette Müller erlebt derzeit ein herausforderndes Geschäftsjahr 2023/24. Während die steigenden Miet-, Personal- und Beschaffungskosten den Nettogewinn auf 185,1 Millionen Euro drückten, konnte das Unternehmen dennoch einen bemerkenswerten Rekordumsatz erzielen. Die Nettoerlöse stiegen um beeindruckende 8,3 Prozent auf insgesamt 5 Milliarden Euro, wie eine Unternehmenssprecherin verlauten ließ.
Obwohl der Einzelhändler ursprünglich für seine Drogeriewaren bekannt ist, bietet Müller inzwischen Produkte aus einer Vielzahl von Kategorien an, darunter Spielzeug, Schreibwaren, Haushaltsartikel und Multimedia. Die Mitarbeiterzahl stieg um beachtliche 2.000 auf durchschnittlich 35.464 Beschäftigte im letzten Geschäftsjahr.
Mit 28 neuen Filialen und der Übernahme von 22 weiteren Standorten in der Schweiz, expandiert das Unternehmen kontinuierlich. Müller betreibt inzwischen 941 Filialen in Ländern wie Deutschland, Österreich und Spanien. Ein weiterer Expansionsschritt wurde jüngst in der Slowakei und Tschechien unternommen, wo langfristige Wachstumspläne geschmiedet werden.
Als einer der "Big Four" der Branche, zu denen auch Rossmann, dm und Budni zählen, behauptet sich Müller erfolgreich am Markt. Angetrieben von der Dynamik seines Gründers Erwin Müller, der mit 92 Jahren immer noch aktiv die Geschicke des Unternehmens mitbestimmt, bleibt die Drogeriekette eine feste Größe im Einzelhandel. Müllers Unternehmergeist geht auf das Jahr 1966 zurück, als er schon in seinem Friseursalon in Neu-Ulm Kosmetik und Drogerieartikel verkaufte. Die Innovationsfreude führte 1973 zur Eröffnung des ersten reinen Drogeriemarktes in Ulm.

