MSC-Vorsitz: Jens Stoltenberg lässt auf sich warten
Die Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) muss sich weiterhin gedulden, bevor Jens Stoltenberg, ehemaliger Generalsekretär der NATO, den Vorsitz übernimmt. Der amtierende Leiter, Wolfgang Ischinger, verkündete auf der diesjährigen Veranstaltung im Bayerischen Hof, dass sein „guter Freund Jens Stoltenberg“ das Amt nur antreten wird, wenn er dazu in der Lage ist. Intern wird damit gerechnet, dass der Übergang zur Konferenz Anfang 2027 vollzogen wird.
Stoltenberg sollte ursprünglich schon in diesem Jahr die Konferenz leiten, fand sich jedoch als Teilnehmer einer Podiumsdiskussion wieder. Ischinger, der von 2008 bis 2022 die MSC leitete, sprang erneut ein, um die Lücke zu schließen.
Der Grund für die Verzögerung liegt in Stoltenbergs Verpflichtungen in Norwegen. Ursprünglich schon für eine Übernahme nach der Konferenz 2025 vorgesehen, zog Stoltenberg zurück, nachdem er vom norwegischen Ministerpräsidenten gebeten wurde, das Amt des Finanzministers zu übernehmen. Er trat im Oktober dem Stiftungsbeirat der MSC bei und sicherte zu, den Vorsitz zu übernehmen, sobald seine Amtsgeschäfte in Norwegen beendet sind. Einen konkreten Zeitpunkt dafür nannte er bisher jedoch nicht.

