Moderne Sirenen und Selbstschutz: Warntag 2023 als voller Erfolg bewertet
Der jüngste bundesweite Warntag wurde vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) als durchweg erfolgreich eingestuft. Laut ersten Einschätzungen konnte, ähnlich wie im vergangenen Jahr, fast die gesamte Bevölkerung erreicht werden. Diese Einschätzung bestätigte BBK-Präsident Ralph Tiesler nach dem Probealarm in Bonn mit einem klaren Hinweis auf die weitreichende Wirkung der Maßnahme.
Dennoch sei dieser Erfolg kein Grund, sich auszuruhen, so Tiesler weiter. Der Probealarm diene immer auch der Erprobung neuer Technologien. So werde beispielsweise die direkte Anbindung moderner Sirenen getestet, die künftig nicht mehr von den Gemeinden aktiviert werden müssen. Stattdessen soll beim Warntag 2026 eine zentrale Ansteuerung möglich sein, wodurch der Ablauf noch effizienter wird.
Der Warntag hat nicht nur technische Prüfungen im Fokus, wie Tiesler hervorhebt. Er spielt eine zentrale Rolle, um das Bewusstsein der Bevölkerung für die Eigenverantwortung im Katastrophenfall zu schärfen. Es sei essentiell, dass jeder Bürger versteht, dass der Staat im Ernstfall nicht flächendeckend eingreifen kann. Selbstschutz ist daher ein wesentlicher Bestandteil des Krisenmanagements.

