Mobilisierung gegen die Flammen: Kalifornien im Ausnahmezustand
Die Behörden in Südkalifornien intensivieren ihr Bestreben, die anhaltenden Waldbrände einzudämmen. Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom hat die Verstärkung durch weitere 300 Feuerwehrleute angekündigt, wodurch nun über 15.000 Einsatzkräfte in den betroffenen Gebieten tätig sind. Der US-Wetterdienst warnt weiterhin vor „extremer“ Feuergefahr aufgrund starker Winde.
Trotz der herausfordernden Bedingungen gibt es Lichtblicke: Die Einsatzkräfte konnten Fortschritte verzeichnen. Das „Palisades Fire“ am Rande von Los Angeles ist mittlerweile zu 14 Prozent unter Kontrolle, während sich das „Eaton Fire“ nahe Pasadena bereits zu 33 Prozent eindämmen ließ. Die Bevölkerung wird weiterhin zur Vorsicht gemahnt, denn die Bedingungen bleiben gefährlich.
Die Staatsanwaltschaft von Los Angeles macht ebenfalls mobil: Anklagen gegen zehn mutmaßliche Plünderer und Einbrecher sind ergangen. Diese hätten die Brandkatastrophe schamlos ausgenutzt, was zu strengen strafrechtlichen Konsequenzen führen könnte.
Gouverneur Newsom hat zudem einen „Marshall-Plan“ angekündigt, um beim Wiederaufbau der zerstörten Gebiete mit mindestens 2,5 Milliarden US-Dollar zu unterstützen. Diese Initiative erinnert an das historische Programm der USA für den Wiederaufbau Europas nach dem Zweiten Weltkrieg.
In einer beeindruckenden Solidaraktion planen die Sportteams von Los Angeles, acht Millionen US-Dollar für die Brandopfer zu spenden. Sachspenden werden an verschiedenen Stadien in der Stadt entgegen genommen.
Der hektische Alltag kehrt nur langsam zurück. Während Schulen ihre Türen wieder geöffnet haben, verzeichnen die Unterhaltungsbranche und große Veranstaltungen Verzögerungen. Die Bekanntgabe der Oscar-Nominierungen wurde erneut verschoben und soll nun am 23. Januar erfolgen. Die Grammy-Verleihung hingegen bleibt vorerst ohne Änderungen.

