Mobilfunknetzbetreiber starten neues Fahrzeugnotrufsystem NG eCall
Die führenden Mobilfunknetzbetreiber in Deutschland, Vodafone, Deutsche Telekom und O2 Telefónica, haben das innovative Notrufsystem "Next Generation Emergency Call" (NG eCall) eingeführt. Diese neue Technologie ersetzt die veralteten 2G-Dienste durch die modernen Mobilfunkstandards 4G und 5G und ist ein wichtiger Schritt in der Weiterentwicklung des automatischen Notrufsystems eCall.
Das europaweite eCall-System, das seit März 2018 für alle neuen Fahrzeugmodellreihen in der EU verpflichtend ist, zielt darauf ab, die Reaktionszeiten der Rettungskräfte erheblich zu verkürzen. Bei einem Unfall aktiviert es sich automatisch, etwa beim Auslösen der Airbags, oder kann manuell durch einen SOS-Knopf betätigt werden. Dies ist von besonderer Bedeutung, wenn der Fahrer bewusstlos ist oder eine ernste medizinische Situation eintritt.
Eine der größten Neuerungen von NG eCall ist die Möglichkeit, umfangreiche Datenpakete zu übertragen. Dazu gehören nicht nur der Unfallort und die Uhrzeit, sondern auch detaillierte Informationen wie welche Sensoren aktiviert wurden und die Aufprallgeschwindigkeit. Dies wird durch den schnelleren Verbindungsaufbau im 4G- und 5G-Netz ermöglicht, der fast augenblicklich erfolgt.
Laut EU-Kommission könnte die verbesserte Effizienz des Notrufs jährlich rund 2.500 Menschenleben retten, da Rettungskräfte schneller und gezielter agieren können. Dies wird von führenden Vertretern der Netzbetreiber als bedeutender Sicherheitsvorsprung für die Verbraucher hervorgehoben.
Der Anbieter 1&1 plant, das NG eCall-System in Zukunft ebenfalls anzubieten, sobald Kooperationsvereinbarungen mit Automobilherstellern getroffen werden. Bis dahin bleiben ältere eCall-Systeme in Betrieb, um Fahrzeuge mit veralteter Technik zu unterstützen.

