Microsoft: Stabilität trotz Herausforderungen im KI- und Cloud-Geschäft
Microsoft verzeichnete im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 erneut ein solides Umsatzwachstum, angetrieben durch die starke Nachfrage nach Künstlicher Intelligenz und Cloud-Diensten. Trotz dieser positiven Entwicklung fiel das Wachstum jedoch schwächer aus als im vorherigen Quartal, was den Aktienkurs belastete. Der Kurs sank im frühen New Yorker Handel um zwölf Prozent und die Aktie erwies sich als der schwächste Wert im Dow Jones.
Der Umsatz von Microsoft stieg im Vergleich zum Vorjahr um 17 Prozent auf 81,3 Milliarden Dollar, bereinigt um Währungseffekte lag das Plus bei 15 Prozent. Analysten begrüßten zwar die insgesamt erfreulichen Zahlen, äußerten jedoch Bedenken hinsichtlich des zukünftigen Wachstums im Cloud-Geschäft, insbesondere bei Azure.
Die Investitionen von Microsoft erreichten mit 37,5 Milliarden Dollar einen neuen Höchststand. Diese hohen Ausgaben sind laut Finanzchefin Amy Hood notwendig, um Kapazitätsengpässe im Cloud-Bereich zu überwinden. Das Cloud-Umsatzwachstum entsprach lediglich den Prognosen der Analysten und der Ausblick auf das laufende Quartal bleibt verhalten.
Im Rahmen der Infrastrukturentwicklung hat Microsoft Schwierigkeiten, mit der steigenden Nachfrage Schritt zu halten. Eine bedeutende Rolle spielt dabei die Kooperation mit OpenAI, an der Microsoft beteiligt ist. Berichten zufolge plant Microsoft, gemeinsam mit Nvidia und Amazon, weitere 60 Milliarden Dollar in die Finanzierung von OpenAI zu investieren, wobei der Anteil von Microsoft unter zehn Milliarden liegen soll. Die Bewertung von OpenAI könnte durch diese Finanzierungsrunde auf bis zu 830 Milliarden Dollar steigen.

