Microsoft erreicht Börsen-Moment: Die Vier-Billionen-Dollar-Marke
Microsoft hat als erst zweites Unternehmen weltweit den beeindruckenden Meilenstein eines Börsenwerts von vier Billionen Dollar überschritten. Die Ursache für diesen Preissprung liegt in den überaus positiven Quartalszahlen, die von Anlegern begeistert aufgenommen wurden. Nvidia bleibt weiterhin das Unternehmen mit der höchsten Börsenbewertung, notiert bei etwa 4,4 Billionen Dollar.
Im frühen Handel in den USA kletterte die Microsoft-Aktie zeitweise um mehr als fünf Prozent. Dies spiegelt die Stärke des Unternehmens wider, das von einem florierenden Geschäft mit Künstlicher Intelligenz und Cloud-Diensten profitiert. Im kürzlich abgeschlossenen vierten Geschäftsquartal konnte Microsoft das Wachstum sogar noch beschleunigen.
Binnen dreier Monate stieg der Umsatz um 18 Prozent und erreichte über 76 Milliarden Dollar, während der Gewinn um fast 25 Prozent auf 27 Milliarden Dollar anwuchs.
JPMorgan-Analyst Mark Murphy unterstreicht die zentrale Rolle von Microsofts Software- und Dienstleistungspalette für viele Unternehmen. Der positive Anklang bei den Kunden bestätigt diese Position. Insgesamt verzeichnete der Software-Riese im Geschäftsjahr 2024/25 einen Jahresgewinn von nahezu 102 Milliarden Dollar, was einem Zuwachs von 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Mit einem Umsatz von 282 Milliarden Dollar konnte Microsoft die Prognosen der Experten deutlich übertreffen.
Eine besondere Erwähnung verdient die erstmalige Offenlegung der Umsätze von Microsofts Cloud-Service Azure. Im vergangenen Geschäftsjahr bekam Azure Erlöse von über 75 Milliarden Dollar – ein Wachstum von 34 Prozent. Damit untermauert Microsoft seine Position als Nummer zwei im Cloud-Markt, dicht hinter Amazon. Azure bietet umfassende Dienstleistungen im Bereich Rechenleistung, Speicher und KI-Anwendungen. Finanzchefin Amy Hood kündigt Investitionen von über 30 Milliarden Dollar in Rechenzentren für das laufende Quartal an.
Satya Nadella, seit 2014 Vorstandschef, lenkte Microsoft seit jeher in Richtung des stark wachsenden Cloud-Geschäfts. Die Transformation von einem als sperrig geltenden Softwareunternehmen zu einem Innovationsvorreiter ist eines seiner größten Verdienste.
Seit seiner Börsennotierung im Jahr 1986 hat sich der Wert von Microsoft-Aktien enorm entwickelt. Wer zu Beginn 1.000 Dollar investierte, würde heute auf einen Betrag von rund 7,8 Millionen Dollar blicken. Im Vergleich dazu zeigt die Nachrichtenagentur Bloomberg den Firmengründer Bill Gates mit einem Vermögen von 120 Milliarden Dollar – trotz großzügiger Spenden. Sein Nachfolger und ehemaliger Microsoft-Chef Steve Ballmer rangiert sogar noch darüber und wird auf stolze 180 Milliarden Dollar geschätzt.

