Michael Ballack spricht über den Tod seines Sohnes
(BANG) - Der frühere Fußballnationalspieler Michael Ballack hat erstmals ausführlicher über den Tod seines Sohnes Emilio gesprochen.
Der 18-Jährige kam am 5. August 2021 in Portugal bei einem Quad-Unfall ums Leben. Auch mehrere Jahre später sei der Verlust für Ballack weiterhin sehr belastend.
In der Sky-Interviewreihe 'Meine Geschichte' spricht er mit Moderator Riccardo Basile über die Zeit nach dem tragischen Ereignis. Auf die Frage, wie er gelernt habe, mit dieser Situation zu leben, reagiert Ballack zunächst zögerlich und fasst seine Gefühle schließlich in einem einzigen Wort zusammen: "Schwierig." Er macht deutlich, dass es für ihn kaum möglich sei, die Erfahrung in Worte zu fassen. Den Verlust eines Kindes könne man sich nicht wirklich vorstellen oder sprachlich angemessen beschreiben. Für ihn sei der Umgang mit der Trauer vor allem ein innerer Bewältigungsprozess. Wie er selbst sagt: "Das kann man sich nicht vorstellen. Kann man auch nicht in Worten beschreiben. Es ist ein Verdrängungsprozess."
Gleichzeitig erklärt er, dass Gespräche über seinen verstorbenen Sohn bei ihm starke Emotionen auslösen würden. Deshalb falle es ihm schwer, darüber zu sprechen, obwohl er sich eigentlich wünschen würde, dies häufiger tun zu können. Während des Interviews wird sichtbar, wie sehr ihn das Thema weiterhin berührt. Seine Stimme stockt zeitweise, und seine Betroffenheit ist deutlich erkennbar.
Um im Alltag mit der Situation umgehen zu können, versuche er, sich auf feste Strukturen zu konzentrieren. Vor allem berufliche Aufgaben sowie sein familiäres Umfeld würden ihm dabei helfen, Stabilität zu bewahren. Eine wichtige Rolle spielten dabei insbesondere seine beiden anderen Söhne, Louis und Jordi. Gleichzeitig habe das tragische Ereignis dazu geführt, dass er sich noch stärker um seine Familie sorge.


