Merz übt Kritik an Bericht zur Maskenbeschaffung während der Pandemie
In einer kritischen Einschätzung hat Bundeskanzler Friedrich Merz den Bericht der Sonderermittlerin Margaretha Sudhof zur Beschaffung von Schutzmasken während der Corona-Pandemie kommentiert. Im Rahmen der Talkshow 'Maischberger' äußerte Merz Zweifel an der methodischen Sorgfalt der Untersuchung, die den ehemaligen Gesundheitsminister und derzeitigen Unionsfraktionschef Jens Spahn belastet.
Er betonte die Notwendigkeit, Spahn im Rahmen der Untersuchung zu befragen, um ein rechtsstaatlich einwandfreies Verfahren zu garantieren. 'Die Intention dieser Aktion ist offensichtlich in Frage zu stellen, wenn der Betroffene nicht angehört wurde', so Merz.
Sudhofs Bericht kritisiert, dass Spahn umfangreiche Aufträge zur Maskenbeschaffung vergab, obwohl kompetente Behörden unter anderem aufgrund finanzieller Risiken hiervon abrieten und mehrfach gewarnt hatten. Diese Untersuchung wurde von Spahn-Nachfolger Karl Lauterbach initiiert.
Jens Spahn wiederum ist der Ansicht, dass er die meisten im Raum stehenden Vorwürfe bereits entkräften konnte, nachdem er sich in einer vertraulichen Anhörung durch Parlamentarier geäußert hatte. Angesichts der Dringlichkeit und der Unsicherheit zu Beginn der Pandemie verteidigte er seine Entscheidungen als notwendige Maßnahmen in einer Krisensituation.

