Merz kontra Weidel: Schlagabtausch zur Migrationspolitik im Bundestag
In einer lebhaften Generaldebatte im Bundestag hat Bundeskanzler Friedrich Merz der AfD-Fraktionschefin Alice Weidel scharf widersprochen, nachdem diese der Regierung Ignoranz in Fragen der Migrationspolitik vorgeworfen hatte. Merz stellte klar, dass die Bundesregierung bereits wichtige Schritte unternommen habe, um die irreguläre Migration nachhaltig zu reduzieren.
Konkret verwies der CDU-Chef auf einen drastischen Rückgang der Asylantragszahlen im ersten Halbjahr 2025, die im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um beeindruckende 43 Prozent gesunken seien – eine Entwicklung, die Weidel offenbar entgangen sei. Der Kanzler nahm Weidel direkt ins Visier und prophezeite, dass sie an Bedeutung verlieren werde, da ihr politisches Dauerthema zunehmend entschärfte werde.
Merz sprach Weidel die Freude ab, weiterhin durch Stimmungsmache in Deutschland punkten zu können. Im Rahmen der Debatte verteidigte Merz auch die umstrittenen Binnengrenzkontrollen, die Deutschland derzeit durchführt, als notwendige Maßnahmen zur Migrationsbegrenzung und im Sinne der Sicherheitspolitik.
Er betonte jedoch, dass diese Kontrollen nur temporärer Natur seien und man sich für gemeinsame europäische Lösungen einsetze, um den Binnenmarkt, die offenen Grenzen und die Freizügigkeit zu wahren. Für seine schnellen Entscheidungen zur Migration lobte Merz ausdrücklich Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) und auch die Koalitionspartner der SPD für ihre Zustimmung zu Maßnahmen wie der Abschaffung des Familiennachzugs für eingeschränkt Schutzbedürfte und dem Ende der beschleunigten Einbürgerung.
Ziel sei es, den inneren Frieden im Land wiederherzustellen.

