Merck stärkt Onkologie-Portfolio mit milliardenschwerem Zukauf
Der Darmstädter Chemie- und Pharmakonzern Merck hat mit der jüngsten Übernahme einen bedeutenden Schritt zur Stärkung seines Onkologie-Portfolios unternommen. Für rund 3 Milliarden Euro übernimmt Merck den US-amerikanischen Krebsspezialisten SpringWorks Therapeutics, eine der größten Transaktionen im Pharma-Geschäft des Konzerns seit fast zwei Jahrzehnten.
Mit der erfolgreichen Akquisition plant das DAX-notierte Unternehmen, seine Kapazitäten im Bereich der Behandlung seltener Tumorerkrankungen deutlich auszubauen. Die strategische Entscheidung, die zur Börsenabmeldung von SpringWorks an der Nasdaq führt, wird von Merck-CEO Belén Garijo als wegweisend beschrieben.
In Aussicht gestellt werden zudem weitere Akquisitionen zur Verstärkung der drei Unternehmensbereiche von Merck, speziell im Life-Sciences-Sektor, um das Wachstumspotential voll ausschöpfen zu können. Merck sieht der Übernahme von SpringWorks mit wirtschaftlichem Optimismus entgegen, erwartet der Konzern doch einen unmittelbaren Umsatzanstieg und einen positiven Beitrag zum bereinigten Ergebnis je Aktie bis 2027.
Vergangene Großakquisitionen wie die Übernahme des US-Halbleiterzulieferers Versum Materials 2019 sowie des US-Laborausrüsters Sigma-Aldrich im Jahr 2015 unterstreichen die strategische Richtung und Weitsicht, die Merck bei der fortschreitenden Expansion und Marktentwicklung leitet.

