Menschlichkeit inmitten des Konflikts: Ukraine und Russland setzen den Austausch von Soldatenleichen fort
Inmitten anhaltender Gefechte zwischen der Ukraine und Russland zeigt ein aktueller Austausch von Soldatenleichen, dass selbst in einem hart umkämpften Gebiet das Streben nach Menschlichkeit nicht erloschen ist. Wie aus einer Mitteilung des ukrainischen Stabes für Kriegsgefangene hervorgeht, hat Kiew 1.000 Leichname von gefallenen Soldaten aus Moskau erhalten. Dabei wurde die Rolle des Internationalen Roten Kreuzes als Vermittler des Austauschs ausdrücklich gewürdigt. Auf der Gegenseite bestätigt die russische Nachrichtenagentur Tass den Erhalt der sterblichen Überreste von 30 russischen Soldaten.
Dieser Austausch ist der 15. seiner Art in diesem Jahr und verdeutlicht eine weiterhin bestehende, stille Zusammenarbeit zwischen den Kriegsparteien. Seit Beginn des Jahres hat die Ukraine über 15.000 Leichen ihrer gefallenen Soldaten zurückbekommen. Der regelmäßige Austausch, obwohl zahlenmäßig unausgeglichen, zeigt die Realität auf dem Schlachtfeld. Angesichts des fortschreitenden russischen Vormarsches und der gleichzeitigen Schwierigkeiten der ukrainischen Streitkräfte, ihre Gefallenen zu bergen, hat Russland bisher nur eine geringe Anzahl an Leichen zurückerhalten. Die Ukraine wehrt sich indes seit über dreieinhalb Jahren mit aller Entschlossenheit gegen die russische Invasion.

