McDonald's und die Herausforderungen des Diversity-Diskurses
Die Debatte um Diversity-Initiativen großer Unternehmen erhält neue Brisanz: Eine Klage der American Alliance for Equal Rights, einer von dem affirmative-action-Kritiker Edward Blum gegründeten Gruppe, rückt McDonald's in den Fokus. Sie beschuldigt das Unternehmen, nicht konsequent genug gehandelt zu haben, als es jüngst diverse Initiativen zurückfuhr, während es das HACER National Scholarships Program, das sich an Latino- und Hispanic-Studierende richtet, beibehielt.
Seit seiner Gründung im Jahr 1985 hat das Stipendienprogramm laut McDonald's über 33 Millionen Dollar an College-Stipendien vergeben. Bis zu 30 Studierende profitieren jährlich von Beträgen bis zu 100.000 Dollar. Die Klage, die am Sonntag vor einem Bundesgericht in Nashville eingereicht wurde, wirft dem Programm vor, gegen das Bürgerrechtsgesetz von 1866 zu verstoßen, indem es andere ethnische Gruppen diskriminiere. Angeführt wird unter anderem ein weißer Highschool-Schüler aus Arkansas, der ebenfalls Mitglied der klagenden Gruppe ist.
Blum fordert in seiner Erklärung, dass McDonald's das Programm umgehend pausiert, um es auf alle bedürftigen Schüler unabhängig von deren ethnischem Hintergrund auszudehnen. McDonald's hingegen äußerte, die Beschwerde zu überprüfen und ihre Programme im Lichte eines "sich verändernden rechtlichen Umfelds" anzupassen.
Das Unternehmen folgte einem Trend: Der wachsende Druck konservativer Aktivisten hat dazu geführt, dass auch andere Firmen wie Walmart sich von bisherigen Diversity-Praktiken distanzierten. Diese Entwicklungen stehen im Kontext eines letztjährigen Urteils des US Supreme Court, das die Berücksichtigung von Rassenzugehörigkeit bei College-Aufnahmen untersagte — ein Urteil, das ebenfalls auf Klagen einer Blum-gegründeten Gruppe beruht.

