Markus Söders Optimismus trotzt den Umfragewerten
Der CSU-Chef Markus Söder zeigt sich trotz zuletzt gemischter Umfrageergebnisse zuversichtlich über das Abschneiden der Union. Nach seiner Stimmabgabe in einem Nürnberger Wahllokal betonte Söder seinen Optimismus und formulierte seinen Wunsch nach einer richtungsweisenden Regierungsbildung, die die Demokratie stärken würde.
Einer Diskussion über mögliche zweigliedrige Koalitionen wich Söder geschickt aus. Dennoch ließ er sich zu einem humorvollen Kommentar hinreißen: Er erklärte, dass eine Koalition nur zwischen CDU und CSU ideal, jedoch eher unwahrscheinlich wäre. Söder betonte weiterhin seine Ablehnung einer Zusammenarbeit mit den Grünen, welche er im Verlauf des Wahlkampfes wiederholt kundgetan hatte.
Obwohl die Union laut Umfragen die führende politische Kraft bleibt, droht das Verfehlen der 30 Prozent-Marke. Je nach Wahlausgang könnte eine Koalition mit der SPD oder den Grünen erforderlich sein, eventuell sogar unter Einbezug eines dritten Partners.
Söder nutzte den Wahlvorgang auch, um den unermüdlichen Einsatz der Wahlhelferinnen und Wahlhelfer zu würdigen, und äußerte seine Vorliebe für den persönlichen Urnengang gegenüber der Briefwahl. Für ihn stellt das direkte Abstimmen im Wahllokal einen bedeutenden demokratischen Akt dar, der in vielen Ländern der Welt nicht selbstverständlich sei.

