Marktöffnung: Regierung plant Teilbörsengang von Fannie und Freddie
Die US-amerikanischen Regierungsbehörden erwägen einen bedeutenden Schritt auf dem Immobilienmarkt: Investoren könnten möglicherweise bald Anteile an den staatlich geführten Hypothekenriesen erwerben. Handelsminister Howard Lutnick verkündete auf CNBC, dass möglicherweise bis Ende des Jahres ein entsprechendes Angebot bereitstehen könnte.
Obwohl der Zeitrahmen, wie Lutnick weiter erklärte, auch bis 2025 reichen könnte, ist die Intention klar: Die Immobilienpreise sollen für Familien erschwinglicher bleiben. Lutnick deutete an, dass ein Abkommen bevorstehen könnte, um die Unternehmen an die Börse zu bringen – potenziell die größte Erstemission aller Zeiten.
Gleichwohl würde nur ein kleiner Anteil dieser Unternehmen öffentlich gehandelt werden, wobei das Gros weiterhin im Besitz des Staates bliebe, um den amerikanischen Steuerzahlern den Wert dieser staatlichen Vermögenswerte aufzuzeigen. Während die Firmen Fannie Mae und Freddie Mac selbst keine Hypotheken vergeben, kaufen sie diese von Kreditgebern auf, bündeln die Kredite und verkaufen sie mit staatlicher Garantie gegen Zahlungsausfälle weiter an Investoren.
Die beiden Unternehmen sind seit der Finanzkrise 2008 bundesstaatlich verwaltet, nachdem sie sich während der Immobilienblase stark verschuldet hatten. Vergangene Woche äußerte sich Bill Pulte, Direktor der Federal Housing Finance Agency, ähnlich zurückhaltend. Gegenüber Fox Business erklärte er, dass die Regierung keine Eile habe und die finale Entscheidung beim Präsidenten liege, der den Zeitpunkt und Umfang bestimmen werde. Pulte rechnet mit einem Verkaufsanteil von rund fünf Prozent. Die Federal Housing Finance Agency scheint sich bereits auf den Fall der Fälle vorzubereiten und hat kürzlich einige zuvor entlassene Mitarbeiter wieder eingestellt.

