Marine Le Pen: Schuldspruch sorgt für Empörung und politische Spannungen
Marine Le Pen, die bekannte rechtsnationale Politikerin Frankreichs, sieht sich nach einem Schuldspruch in der Affäre um Veruntreuung öffentlicher Gelder als Opfer einer gezielten politischen Attacke. Millionen Franzosen seien von der Entscheidung des Gerichts regelrecht schockiert, erklärte Le Pen in einem Interview mit dem Sender TF1. Sie kritisierte, dass solche gerichtlichen Praktiken eher in autoritären Regimen als im Heimatland der Menschenrechte zu erwarten wären.
Le Pen äußerte den Verdacht, dass die Entscheidung in erster Linie darauf abziele, sie politisch zu marginalisieren. Die Richterin habe sie durch das Urteil faktisch für unwählbar erklärt und damit ihre mögliche Kandidatur für die Präsidentschaftswahlen 2027 gefährdet. Le Pen betont, dass dies einem politisch motivierten Urteil gleichkomme und fordert eine Neubewertung der Rechtsstaatlichkeit in Frankreich.
Das Gericht hatte in erster Instanz ein befristetes Wahlverbot über fünf Jahre gegen sie verhängt, sodass sie bei kommenden Wahlen nicht antreten kann. Trotz ihrer Ankündigung, Berufung einzulegen, scheinen die Chancen auf eine Umkehrung des Urteils vor den Präsidentschaftswahlen im Jahr 2027 gering. Die Entscheidung sorgt für politische Spannungen und stellt die Zukunft der französischen Rechten in Frage.

