Maduro sucht Versöhnung im Konflikt der Superlative – Schreiben an Trump enthüllt
Inmitten zunehmender Spannungen zwischen Venezuela und den USA hat Präsident Nicolás Maduro einen unerwarteten Schritt unternommen: Er wandte sich mit einem Brief direkt an US-Präsident Donald Trump. Vizepräsidentin Delcy Rodríguez veröffentlichte das Schreiben in sozialen Netzwerken, nachdem bereits Medien über den Inhalt berichtet hatten. Auslöser für diesen diplomatischen Vorstoß sind vermehrte Militäraktionen der USA in der Karibik und Washingtons Vorwürfe, Venezuela trage Drogen und Gewalt in die USA ein. Im August hatte die US-Regierung sogar eine 50-Millionen-Dollar-Belohnung für Hinweise zur Festnahme Maduros ausgesetzt.
Maduro betont im Brief, dass historische und friedliche Beziehungen wichtig seien und gemeinsame Anstrengungen erforderlich seien, um bestehende Unwahrheiten aus dem Weg zu räumen. Laut Rodríguez wurde das Schreiben bereits am 6. September über einen südamerikanischen Vermittler an Trump übermittelt. Die venezolanische Regierung entschied sich, das gesamte Dokument zu veröffentlichen, nachdem Teile davon in den Medien verbreitet wurden. Reuters war eine der ersten Agenturen, die über den Briefinhalt berichtete.
Der Brief unterstreicht Maduros Wunsch nach direktem Dialog mit Washington, insbesondere mit US-Sondergesandtem Richard Grenell. Maduro lobt Trumps Engagement zur Beendigung von Kriegen und hofft auf eine friedliche Sicherung des amerikanischen Kontinents durch Dialog und Verständnis. Der venezolanische Präsident kritisiert die Rolle von "Fake News" in der Verschlechterung der bilateralen Beziehungen, die, seiner Ansicht nach, zu gewaltsamen Eskalationen beitragen sollen. Mit Karten zu Drogenrouten und -produktion untermauert Maduro anhand von UN-Daten, dass Venezuela im globalen Drogenhandel keine wesentliche Rolle spiele und zeigt alternative Perspektiven auf.

