Lyten übernimmt Northvolt: Neuer Impuls für die Batteriefertigung in Europa
Der amerikanische Technologieriese Lyten hat grünes Licht für die Übernahme des insolventen schwedischen Batterieproduzenten Northvolt erhalten. Insolvenzverwalter Mikael Kubu teilte mit, dass alle erforderlichen Genehmigungen, einschließlich derjenigen der schwedischen Aufsichtsbehörde ISP, vorliegen. Der Abschluss des Deals ist für Ende Oktober vorgesehen, was der strategischen Expansion von Lyten in Europa neue Dynamik verleihen könnte.
Das Unternehmen aus dem Silicon Valley hatte bereits im Sommer alle verbleibenden Standorte von Northvolt ins Visier genommen, einschließlich der im Bau befindlichen Produktionsstätte in Heide, Schleswig-Holstein. Während über die finanziellen Details der Transaktion Stillschweigen vereinbart wurde, ist klar, dass Lyten maßgebliche Investitionen plant, um die Kapazitäten erheblich auszubauen. Nachdem sich Lyten bereits im Jahr 2024 eine große Fabrik von Northvolt in Kalifornien gesichert hatte, umfasst die jüngste Akquisition auch das bedeutende Werk im polnischen Danzig.
Im Fokus steht die Komplettierung der Anlage in Heide, die mit einer anfänglichen Produktionskapazität von 15 Gigawattstunden einen zentralen Beitrag zum zukünftigen Erfolg leisten soll. Northvolt war zuvor als eine der großen Hoffnungen der europäischen E-Auto-Industrie angesehen worden, kämpfte jedoch mit wiederkehrenden finanziellen Herausforderungen. Von der großen Expansion getragen, musste der Hersteller zuletzt herbe Rückschläge, wie den Widerruf eines milliardenschweren Auftrags von BMW, hinnehmen. Diese anhaltenden Schwierigkeiten führten Mitte März zur Insolvenzanmeldung des Unternehmens in Schweden.

