Lukoil plant Verkauf von Auslandsgeschäft: Carlyle als potenzieller Käufer
Der russische Ölkonzern Lukoil hat Pläne bekannt gegeben, seine internationalen Geschäftsaktivitäten an die US-amerikanische Investmentgesellschaft Carlyle zu verkaufen. Eine entsprechende vertragliche Vereinbarung wurde bereits getroffen. Allerdings steht die endgültige Umsetzung noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die US-Finanzbehörden, wie Lukoil in Moskau mitteilte.
Währenddessen werden auch Gespräche mit weiteren potenziellen Käufern geführt, jedoch hat sich Carlyle bislang nicht öffentlich zu den Verhandlungen geäußert. Ein vorheriges Geschäft von Lukoil, das seine Vermögenswerte an das Schweizer Handelsunternehmen Gunvor veräußern sollte, scheiterte an einem Veto des US-Finanzministeriums. Grund dafür war die frühere Verbindung von Gunvor mit Gennadi Timtschenko, einem russischen Geschäftsmann mit Nähe zum Kreml.
In Bezug auf die laufenden Verhandlungen mit Carlyle äußerte sich Kremlsprecher Dmitri Peskow zurückhaltend und betonte, dass die Sanktionen gegen Lukoil vom Kreml als rechtswidrig betrachtet werden. Die Sicherheit und Interessen von Lukoil seien höchste Priorität. Carlyle gilt als einer der weltweit größten Investmentmanager mit einem beeindruckenden Portfoliovolumen von 474 Milliarden US-Dollar.
Die internationalen Aktivitäten von Lukoil, die durch den möglichen Verkauf betroffen wären, umfassen zahlreiche Tankstellen in etwa 20 Ländern, darunter auch mehrere EU-Staaten, sowie bedeutende Raffineriebeteiligungen. Besonders hervorzuheben ist, dass Lukoil trotz des Verkaufs seine Geschäfte in Kasachstan behalten will.

