Lufthansa im Streikmodus: Flugausfälle und Gewerkschaftsforderungen

Der laufende Streik bei der Lufthansa zeigt bereits spürbare Auswirkungen. Wie die Gewerkschaft Ufo mitteilte, hat der Arbeitskampf wie erwartet begonnen, was Tarifexperte Harry Jaeger am Frankfurter Flughafen bestätigte. Am größten deutschen Flughafen wurden heute zahlreiche Flüge annulliert, was zu einer Sichtung nur weniger Lufthansa-Flüge Richtung Europa und Übersee führte. Die Umbuchungsschalter des Unternehmens verzeichneten entsprechend langen Andrang.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: In Frankfurt sind 450 von insgesamt 1.117 Flügen gestrichen worden, wobei der Großteil dieser Ausfälle der Lufthansa zugeschrieben wird. Auch in München sind von den geplanten 920 Flügen 275 nicht wie vorgesehen gestartet. An weiteren deutschen Flughäfen kam es ebenfalls zu Beeinträchtigungen des Flugverkehrs.
Besonders im Terminal A des Frankfurter Flughafens, der von der Lufthansa genutzt wird, war es merklich ruhiger. Der Publikumsverkehr in den Bereichen anderer Airlines blieb hingegen ungebrochen. Die Vereinigung Cockpit meldet bereits eine hohe Streikbereitschaft unter ihren Mitgliedern. Der Vorsitzende Andreas Pinheiro unterstrich die Notwendigkeit neuer Angebote seitens der Fluggesellschaft, da bisher keine Rückmeldungen seitens der Lufthansa eingegangen sind.
Auch künftige Streiks scheinen nicht ausgeschlossen, um höhere Betriebsrenten durchzusetzen. "Es bleibt uns nicht viel außer dem Arbeitskampf," sagte der Gewerkschafter, deutend auf die Eskalation der Situation, sofern keine Verhandlungen aufgenommen werden.

