L'Oreal erweitert Schönheitssparte mit Kering-Übernahme
Der französische Kosmetikriese L'Oreal setzt ein deutliches Zeichen und investiert vier Milliarden Euro in die Übernahme des Schönheitssegments des Luxuskonzerns Kering. Zu dem neu erworbenen Portfolio zählt unter anderem der edle Parfümhersteller Creed. Wie von den beteiligten Unternehmen verlautet, ist zudem eine langfristige strategische Allianz geplant, um die Zusammenarbeit zu vertiefen. Die Gerüchte um L'Oreals Übernahmepläne hatten bereits am Wochenende die Runde gemacht und wurden von internationalen Medien wie Bloomberg und dem "Wall Street Journal" thematisiert.
Kering befindet sich aktuell in einer umfassenden Restrukturierung, wobei der Verkauf dieser Sparte den ersten bedeutenden Schritt des neu ernannten CEO Luca de Meo darstellt, der zuvor bei Renault an der Spitze stand. Dieser Schritt soll nicht nur das Wachstum von Kering ankurbeln, sondern auch die Schulden des Unternehmens erheblich verringern. Der Abschluss der Transaktion ist in der ersten Jahreshälfte des kommenden Jahres geplant, sobald die finanziellen Mittel geflossen sind.
Während L'Oreal seinen Börsenwert um rund ein Drittel auf knapp 210 Milliarden Euro steigern konnte, kämpft Kering mit Herausforderungen, insbesondere bei der traditionsreichen Marke Gucci, was zu einem Rückgang des Marktwertes um die Hälfte auf weniger als 40 Milliarden Euro geführt hat.

