Lösungen für die Baubranche

31. März 2025, 08:00 Uhr · Quelle: Pressebox
In Deutschland wird bis 2027 ein Wohnraummangel von 830.000 Wohnungen erwartet, vor allem in Städten. Innovative Lösungen, wie serielle Bauweisen und Optimierung von Genehmigungsverfahren, sind notwendig, um den Bau voranzutreiben und gleichzeitig die Energieeffizienz zu sichern.

Hamburg, 31.03.2025 (PresseBox) - Die viel zu geringe Bautätigkeit in Deutschland deckt den steigenden Wohnraumbedarf der wachsenden Bevölkerung nicht annähernd. Experten warnen, dass bis 2027 knapp 830.000 Wohnungen fehlen könnten, vor allem in Ballungszentren und im bezahlbaren Segment. Der Zuzug von Menschen in Metropolen ist ungebrochen.

Für Unternehmen, Wohnungsbaugesellschaften und Investoren erschweren die hohen Baukosten, langwierige Genehmigungsverfahren, strenge Umweltauflagen und auch der Fachkräftemangel die Realisierung neuer Projekte.

Um diesen Herausforderungen zu begegnen und den Bau von Wohnraum spürbar anzukurbeln, sind innovative Lösungen gefragt. Nur durch ein Zusammenspiel aus Politik und Wirtschaft, die neuartige Baukonzepte ermöglichen, lässt sich der Wohnraummangel langfristig bewältigen und resultierende soziale Spannungen vermeiden.

Dr. Markus Mayer, Partner bei Simon-Kucher & Partners – Strategy & Marketing Consultants, erläutert im Interview Herausforderungen und Chancen für Unternehmen der Baubranche:

Herr Dr. Mayer, welche Trends werden das Bauen in den kommenden drei bis fünf Jahren beeinflussen?
Laut unserer aktuellen Studie mit über 1.500 Experten entlang der Bauwertschöpfungskette wird die Baubranche besonders von Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz der Gebäude geprägt sein. Darauf liegt auch das Augenmerk von Förderungen und Gesetzgeber, siehe Heizungsgesetz. Dies ist zunächst positiv zu bewerten, denn dadurch wird der CO2-Ausstoß reduziert und Gebäudenutzer profitieren von geringeren Betriebskosten. Doch der Bau energieeffizienterer Gebäude steigert die Baukosten für Bauherren und Investoren und fördert damit nicht die Bautätigkeit. Maßnahmen wie serielles Bauen, vereinfachte Bauvorschriften, Digitalisierung und Automatisierung der Planungs- und Bauprozesse, die geeignet wären, Baukosten zu senken, wurden in unserer Studie als weniger wichtig eingestuft. Insofern ist zu befürchten, dass wir uns zu wenig damit beschäftigen, wie schneller, einfacher und effizienter gebaut werden kann, um unsere Neubauziele zu erreichen.

Wie lassen sich Baukosten senken?
Die Kernfrage muss lauten: Wie lassen sich Baukosten senken, ohne die Energieeffizienz zu vernachlässigen? Optimierte Planung, serielle Bauweisen, industrielle Vorfertigung und andere Hebel bieten großes Potenzial, um beispielsweise die Kosten eines Baus zu senken. Nicht nur in Fernost zeigen Projekte, wie vorgefertigte Baugruppen direkt auf der Baustelle einsatzfähig gemacht werden. Zudem könnte Bauen nach vereinfachten Vorschriften, wie es beim Gebäudetyp E der Fall ist, erhebliches Einsparpotenzial bieten – ebenso wie klarere Abläufe und weniger Änderungen während des Bauprozesses. Dem steht aber die weitverbreitete Praxis „anbieten zu kleinem Preis und Geld verdienen über Nachträge“ gegenüber. Einheitlichere Bauvorschriften und schnellere Genehmigungen wären hilfreich, doch auch die Branche selbst kann mit Digitalisierung und effizienteren Prozessen zur Lösung beitragen.

Was sollten Unternehmen tun, um der derzeitigen Nachfrageflaute zu begegnen?
Laut unserer Studie blicken Firmen mit einem hohen Anteil an nachhaltigem, taxonomiekonformem Umsatz optimistischer in die Zukunft und erwarten eine schnellere Erholung – also Unternehmen, die heute bereits Verfahren anwenden, die dazu geeignet sind, die EU-Klimaziele 2050 zu erreichen. Auffällig ist: Unternehmen mit mehr als 30 bis 40 Prozent taxonomiefähigem Umsatz sehen Innovationen wie serielles Bauen oder neue Baustoffe als Chance, während andere sie eher als Risiko betrachten. Die Baubranche sollte jetzt neue Ansätze testen, ihr Angebot erweitern und sich stärker entlang der Wertschöpfungskette integrieren. Die Studienergebnisse suggerieren, dass Unternehmen, die diesen Weg bereits eingeschlagen haben, trotz des schwierigen Marktumfeldes in der Lage sind, für sich Wachstum zu generieren – und sich somit selbst aus der Baukrise herauszuarbeiten.

Wie unterstützt Simon-Kucher Kunden aus der Baubranche?
Simon-Kucher steht für Commercial Excellence und profitables Wachstum. Seit über 35 Jahren unterstützen wir Unternehmen im Bausektor – von Mittelständlern bis zu Weltkonzernen – entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Wir analysieren die Value-Proposition aus Kundensicht, identifizieren Wachstumspotenziale und verbessern so nachhaltig die Ertragslage. Wer langfristig wettbewerbsfähig bleiben will, sollte jetzt handeln.

Hier geht es zum Whitepaper ”Neues Bauen 2025: Zwischen Krise und Aufbruch”: www.simon-kucher.com/de/insights

Weitere Informationen über Simon-Kucher unter: www.simon-kucher.com/de

Bautechnik
[pressebox.de] · 31.03.2025 · 08:00 Uhr
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