Lockheed Martin unter Druck: Pentagon kürzt F-35-Bestellungen dramatisch
Lockheed Martins Aktienkurs erlitt am Mittwoch einen bemerkenswerten Rückgang von bis zu 7 Prozent, nachdem bekannt wurde, dass das US-Verteidigungsministerium seine angepeilte Bestellmenge der F-35 Kampfjets für die Luftwaffe halbiert hat. Bis zum Börsenschluss erholten sich die Aktien leicht auf 456 Dollar, was jedoch immer noch einem Rückgang von etwa 4,2 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom Dienstag von 476 Dollar entsprach.
Laut einem Bericht von Bloomberg plant das Pentagon, lediglich 24 F-35 Lightning II für die Luftwaffe anzufordern, was eine erhebliche Reduzierung im Vergleich zu den 48 im letzten Fiskaljahr prognostizierten Maschinen darstellt. Diese Entwicklung kommt zu einer Zeit, in der das Pentagon seine Ausgabenpolitik überdenkt, um sich an die Prioritäten der Trump-Administration anzupassen.
Im Februar verkündete Verteidigungsminister Pete Hegseth Pläne, die Ausgaben um 8 Prozent zu kürzen, um Mittel für bevorzugte Projekte freizusetzen. Trotz der anhaltenden Kritik, unter anderem von Elons Musk, der bemerkt, dass Drohnen bemannte Kampfflugzeuge überflüssig machen könnten, bleibt die Kombination von Drohnen und bemannten Flugzeugen eine Priorität der US-Luftwaffe.
Der Kongress hat allerdings in der Vergangenheit gezeigt, dass er bereit ist, mehr Mittel für das fortschrittliche Tarnkappenflugzeug bereitzustellen als vom Pentagon ursprünglich angefordert. Es bleibt abzuwarten, ob sich diese Bereitschaft auch in den kommenden Haushaltsdebatten fortsetzt, insbesondere angesichts der aufkommenden Kritik über die hohen Kosten des F-35-Programms.
Vorerst zeigt sich Lockheed Martin entschlossen, weiterhin eng mit der Verwaltung, dem Kongress und den Kunden zusammenzuarbeiten, um die 'bahnbrechenden Fähigkeiten' des F-35 Programms auch in Zukunft sicherzustellen.

