Lithium-Exportstopp: Simbabwe setzt auf Wertschöpfung im eigenen Land

Simbabwe hat überraschend einen sofortigen Stopp des Exports von Rohmineralien und Lithiumkonzentrat beschlossen. Diese Entscheidung verkündete Bergbauminister Polite Kambamura vor Journalisten in der Hauptstadt Harare.
Der Stopp betrifft alle Mineralien, die sich aktuell im Transit befinden. Ziel der Maßnahme ist es, Transparenz im Mineraliensektor zu erhöhen und die lokale Weiterverarbeitung zu fördern, um so die Wertschöpfung im eigenen Land zu steigern. Bisher hatte die Regierung Kritik einstecken müssen, sie würde chinesischen Investoren gestatten, Rohlithium nach China zu exportieren, anstatt es in Simbabwe zu veredeln.
Dabei spielt Lithium eine entscheidende Rolle, da es vor allem für die Herstellung von Batterien für Elektroautos und mobile Geräte benötigt wird. Simbabwe ist reich an Bodenschätzen wie Gold, Lithium, Platin und Diamanten. Ende 2023 machte das Land zudem durch die Entdeckung von Erdgas entlang der nördlichen Grenze zu Mosambik und Sambia auf sich aufmerksam.

