Litauen stärkt Luftverteidigung mit schwedischer Unterstützung

Litauen setzt ein starkes Zeichen für die nationale Sicherheit und rüstet seine Verteidigungsfähigkeiten mit dem Kauf tragbarer RBS 70 NG Flugabwehrraketensysteme im Wert von über 320 Millionen Euro auf. Dieser bedeutende Vertrag mit dem schwedischen Rüstungshersteller Saab soll die Versorgung der litauischen Streitkräfte mit dieser Munitionsart bis 2032 sicherstellen, wie das Verteidigungsministerium in Vilnius bekannt gab.
Verteidigungsminister Robertas Kaunas unterstrich die Priorität der Luftverteidigung für das Land, das sich durch seine geografische Lage zwischen der russischen Exklave Kaliningrad und dem verbündeten Belarus in einer strategischen Position befindet. Bereits bestehende RBS 70 Systeme verleihen der litauischen Armee durch ihre Effizienz bei Tag und Nacht und ihre hohe Mobilität einen technologischen Vorteil.
Darüber hinaus ist Litauen auch Kunde von Panzerabwehrmunition und Einweggranatwerfern von Saab. Der anhaltende Konflikt in der Ukraine wird in Litauen als unmittelbare Bedrohung wahrgenommen, was die Regierung veranlasst, 2024 ganze 5,38 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung zu investieren. Zusätzlich wird die Präsenz der Bundeswehr in Form einer gepanzerten Brigade in Litauen fest verankert, was die strategische Zusammenarbeit in der NATO weiter stärkt.

