Lindt & Sprüngli: Erfolgreiche Umsatzsteigerung trotz sinkendem Schokoladenverkauf
Lindt & Sprüngli ist es trotz eines Rückgangs im Schokoladenverkauf gelungen, den Umsatz im Jahr 2025 durch eine entschlossene Preispolitik zu steigern. Der renommierte Hersteller aus Kilchberg verzeichnete einen Umsatzanstieg von 8,2 Prozent auf 5,92 Milliarden Schweizer Franken. Es ist das dritte Mal in der Firmengeschichte, dass der Umsatz die Fünf-Milliarden-Marke übertrifft.
Währungseffekte aufgrund des starken Schweizer Frankens drückten auf das Umsatzwachstum und schmälerten es um 3,9 Prozent. Ohne diese Effekte erreichte das organische Wachstum beeindruckende 12,4 Prozent – mehr als Analysten erwartet hatten.
Der signifikante Preisanstieg von 19 Prozent kompensierte die rückläufigen Verkaufsvolumina und spiegelte die gestiegenen Kakaopreise wider. Während Lindt keine detaillierten Verkaufszahlen veröffentlichte, wurde bekannt, dass das gesamte Marktvolumen der Branche rückläufig ist.
CEO Adalbert Lechner hatte bereits im Dezember betont, dass Preisanpassungen und Verkaufsrückgänge höher als zuvor erwartet ausfielen. Insbesondere die Einführung der Lindt Dubai Style Chocolate unterstützte das Wachstum und profitierte vom Trend zur Premiumisierung und hochwertigen Produkten.
Lindt übertrifft damit das im Sommer angehobene Ziel für das organische Wachstum von neun bis elf Prozent. Analysten hatten lediglich mit einem Wachstum von 11,5 Prozent gerechnet. Auch im Vorjahr lag das Wachstum deutlich niedriger bei 7,8 Prozent.
Regional verzeichnete Europa mit 15,3 Prozent das stärkste organische Wachstum, während Nordamerika trotz anspruchsvoller Bedingungen um 8,9 Prozent zulegte. Der Bereich 'Rest der Welt' konnte ebenfalls mit einem Zuwachs von 11,7 Prozent punkten, getrieben durch starke Leistungen in Schlüsselmärkten.
Gewinn- und Margenzahlen sollen am 10. März veröffentlicht werden. Lindt prognostiziert für 2025 eine Steigerung der operativen Marge im Bereich von 20 bis 40 Basispunkten. Für die nachfolgenden Jahre erwartet der Konzern ein jährliches organisches Umsatzwachstum von sechs bis acht Prozent und eine kontinuierliche Verbesserung der Margen.

