Lilly triumphiert im Milliardenmarkt der Abnehmpräparate
Im spannungsgeladenen Rennen um den Weltmarkt für Abnehmpräparate zeigt der US-Pharmakonzern Lilly Stärke und distanziert den Rivalen Novo Nordisk aus Dänemark zunehmend. Lilly präsentierte jüngst eine optimistische Prognose für das Jahr 2026 und übertraf mit den Ergebnissen des Schlussquartals die Analystenerwartungen. Dagegen sorgte Novo Nordisk mit einer Umsatzwarnung aufgrund steigenden Preisdrucks für ihre Erfolgsschlager Wegovy und Ozempic für heftige Reaktionen an der Börse. Die Aktien von Novo Nordisk erlitten zeitweise einen dramatischen Einbruch von fast 20 Prozent, während Lillys Aktien in den frühen US-Handelsstunden einen Anstieg von zehn Prozent verzeichneten.
Lillys Konzernchef David Ricks zeigte sich siegessicher und betonte die starke Positionierung des Unternehmens am Markt. Die Prognose sieht für 2026 einen Umsatzsprung auf bis zu 83 Milliarden Dollar vor, was einem Wachstum von über 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Im Gegensatz dazu bleiben die Ziele von Novo Nordisk hinter den Erwartungen zurück. Die Dänen müssen sich auf einen währungsbereinigten Umsatzrückgang von bis zu 13 Prozent einstellen. Als Gründe nannte das Unternehmen auslaufende Patente und einen vereinbarten Preissenkungspakt mit der Trump-Administration für den US-Markt.
Novo Nordisk, einst führend im Abnehmbereich, sieht sich nun verstärkt mit der Konkurrenz durch effektive Produkte von Lilly konfrontiert. Zudem erschwert der neue Wettbewerb mit billigeren Nachahmerversionen der eigenen Medikamente die Situation. Trotz dieser Herausforderungen setzt der neue Chef Maziar Mike Doustdar auf Innovation und kündigte den Abbau von rund 9.000 Stellen an, um künftige Entwicklungen zu priorisieren. Vielversprechend erscheint die neue Wegovy-Pille, die in den USA zugelassen wurde, obwohl Lilly hier ebenfalls rasch nachzieht.
Die finanziellen Erfolge von Lilly sind beachtlich: Angetrieben durch seine Produktpalette, wuchs der Umsatz um 45 Prozent auf 65,2 Milliarden Dollar. Novo Nordisk konnte lediglich ein Umsatzwachstum von sechs Prozent auf 309 Milliarden dänische Kronen verzeichnen. Während Novo einen leichten Gewinnanstieg um ein Prozent auf 102,4 Milliarden Kronen erlebte, meldete Lilly einen Gewinnsprung auf 20,6 Milliarden Dollar.

