Lidl vor Gericht: Werbebotschaft auf dem Prüfstand

Im Fall einer umstrittenen Werbekampagne muss sich der Discounter Lidl vor dem Landgericht Heilbronn verantworten. Im Mai 2025 hatte Lidl mit der Ankündigung der "größten Preissenkung aller Zeiten" für Aufsehen gesorgt, als die Preise von 500 Produkten permanent gesenkt werden sollten. Die Verbraucherzentrale Hamburg hat gegen diese Werbung juristische Schritte eingeleitet (Az. 21 O 77/25 KfH). Ihrer Ansicht nach sei die Werbung von Lidl irreführend. Kritisch betrachtet wird vor allem, dass Konsumenten nicht klar erkennen konnten, welche und wie viele Produkte tatsächlich reduziert wurden.
Die Verbraucherschützer sprechen von Verstößen gegen die Lebensmittelinformationsverordnung sowie das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb. Eine Entscheidung des Gerichts wird erst in einigen Wochen erwartet. Lidl wollte sich zur aktuellen Situation nicht äußern. Das Unternehmen hat die Vorwürfe im vergangenen Jahr bereits zurückgewiesen. Ein Sprecher erklärte, dass aus Wettbewerbsgründen keine detaillierte Liste der betroffenen Artikel veröffentlicht werde. Die besagte Zahl von 500 bezieht sich demnach auf die in Deutschland reduzierten Einzelartikel, die sowohl bundesweit als auch regional angepasst wurden.

