Libanons Entwaffnungsplan im Südlibanon: Erste Phase erfolgreich abgeschlossen
Die libanesische Armee hat bekannt gegeben, dass sie die Ziele der ersten Phase ihres Entwaffnungsplans im Südlibanon erfolgreich erreicht hat. Mit der Rückerlangung des staatlichen Gewaltmonopols ist die Umsetzung des Planes nun in einer fortgeschrittenen Phase angelangt, wie aus einer Erklärung der Streitkräfte hervorgeht. Laut Aussagen aus der Hisbollah ist die militärische Präsenz der Organisation südlich des Litani-Flusses, etwa 30 Kilometer von der Grenze zu Israel, mittlerweile aufgelöst. Eine Reaktion auf die Erklärung seitens Israels bleibt bisher aus.
Seit das Waffenstillstandsabkommen zwischen Israel und der Hisbollah Ende November 2024 in Kraft trat, steht auch die Entwaffnung der vom Iran unterstützten Schiitenmiliz auf der Agenda. Der Prozess wird durch die libanesische Regierung in fünf Phasen umgesetzt und von der Armee vorangetrieben. Die erste Phase, deren Frist ursprünglich bis zum 31. Dezember festgesetzt war, beinhaltete die vollständige Räumung der militärischen Strukturen der Schiitenorganisation südlich des Litani-Flusses. Weiterhin sieht der Plan vor, die Entwaffnung auf Gebiete nördlich des Flusses, in die Hauptstadt Beirut sowie in die Bekaa-Ebene auszuweiten.
Libanons Präsident Joseph Aoun unterstützt den militärischen Einsatz im Südlibanon vollumfänglich. In seinem Statement unterstrich er die "umfassende nationale Entscheidung", welche zur Festigung des staatlichen Gewaltmonopols beitragen soll. Die Zuständigkeit für Fragen von Krieg und Frieden solle einzig bei den staatlichen Institutionen liegen.

